ZWISCHEN DEN WELTEN

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Zwischen Stadt und Land

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin vor einigen Jahren von der Großstadt Berlin hier aufs Land gezogen. Damals ist ein Lied entstanden – „Zwischen den Welten“, denn ich habe mich mit diesem Wandel sehr schwer getan und habe mich weder hier noch dort zu Hause gefühlt.

Foto: Silke Kurtz

Mittlerweile ist das anders. Ich liebe das Landleben, komme aber auch gern wieder in die Stadt.

Aber immer öfter habe ich heute wieder das Gefühl, wirklich „zwischen den Welten“ zu leben.

Ich kenne in der Stadt viele Freunde, viele Umwelt- und Naturschützer, die etwas „Gutes“ tun wollen.

Und ich kenne auf dem Land viele tolle Menschen, die bereits etwas „Gutes“ tun – artgerechte Tierhaltung, ökologische Landschaftspflege, ihren Beitrag zu Umwelt- und Artenschutz.

Aber ihnen wird das Leben – schon lange – nicht leicht gemacht. Im Gegenteil. Und es wird immer schwerer – so dass leider auch immer mehr aufgeben. Resignieren. Verzweifeln.

Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein. Nicht im Sinnes des Umweltschutzes. Nicht im Sinne des Tier- und Artenschutzes. Nicht in unserer aller Sinne.

Foto: Marie-Lou

 

wie Ebbe und Flut

Und was ich dann leider wahrnehmen muss: Die Positionen sind zunehmend verhärtet, es findet kein gegenseitiges Zuhören statt. Es gibt keinen echten Kontakt, keine Empathie. Jeder „will“ irgend etwas. „Wünscht“ irgendetwas. Während die Betroffenen selbst im Regen stehen und allein gelassen werden mit der Umsetzung.

 

Es zieht sich offensichtlich durch, was wir in der Schule „gelernt“ haben: ein ständiges Bewerten und Verurteilen. Theoretische Abhandlungen, Analysen, Ratschläge und Interpretationen – anstelle von sozialem Miteinander und Empathie, wobei doch dies angeblich zu vermittelnde „Kernkompetenzen“ sind.

Ich würde nun, als Stadtkind und Landei, gern meinen Beitrag leisten.

Foto: Marie-Lou

 

Theorie und Praxis

Ich würde gern zur „Kommunikation zwischen den Welten“ beitragen. Zu echtem Kontakt. Zu Miteinander – und dann hoffentlich gegenseitigem Verständnis und einem gemeinsamen Aufmachen, um echte und umsetzbare Lösungen zu finden. Denn wie sagte mal ein kluger Richter  … „Wir sind hier ja nicht bei Wünsch-Dir-Was. Das muss ja alles im realen Leben funktionieren.“

Ich weiß noch nicht „wie“ – denn dazu müssten wir uns sicherlich persönlich treffen. Aber auch das ist machbar.

Ich möchte nun erstmal fragen, was Ihr von dieser Idee haltet – und ob Ihr mit dabei wärt.

Für einen ersten Versuch von „Zwischen den Welten“.

Alles Liebe

 

Lou

 

 

 

……….

Foto: Marie-Helen Scharf

Maiblut

Zwischen den Welten

 

Dazwischen  ….  bin ich

irgendwo

nicht hier und nicht da

einfach zwischen  den Welten

 

1

Kaum angekommen fahr ich wieder los

bin immer unterwegs und auf der Suche

entspann – sagst du –   entspann

doch ich muss los – muss weiter

auf meinem Weg zwischen den Welten

 

2

Die Sonne scheint, die Luft ist klar

es weht der frische Wind der See

ich rieche Kühe und Schafe und spüre

die Kraft des Ortes doch kann nicht

bleiben auf meinem Weg zwischen den Welten

 

3

Laut – schwitzend – ekstatisch – treibt die

Musik die wirbelnden Körper. Ich tose mit.

Die Nacht ist klar. Der volle

Geruch der pulsierenden Stadt verwirrt meine

Nase auf meinem Weg zwischen den Welten

 

4

Ich greife nach rechts – da war Sicherheit und

Ordnung. Ich zieh die Hand zurück und bin

allein. Allein mit Emotion und Freiheit und

dreh mich im Kreis. Kann mich nicht finden

auf meinem Weg zwischen den Welten

 

Bridge:

Ich will mich finden

will meinen Weg gehen

such vom Dazwischen eine grade Bahn

Ich mach die Augen auf

und bleibe stehn

Mein Weg ist zwischen den Welten

(Marie-Lou, Berlin 2011)